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DIE BLACKPEARL VON LA DÉFENSE IN PARIS


Mit schwarzen Segeln und einem kupferfarbenen Dom hat der junge französische Architekt Vincent Eschalier einem verstaubten Bürogebäude aus den 1970er-Jahren neues Leben eingehaucht und ein Wahrzeichen für den Business District La Défense in Paris erschaffen.

Eschaliers wichtigster Gedanke bei der Objektentwicklung: „Wie sieht das Bauwerk in 20 Jahren aus? Wie erreiche ich, dass es nicht altert, für immer jung und frisch bleibt?“. La Défense ist das Herz der Pariser Business-Welt. Das Bürogebäude war aus den 70er-Jahren und brauchte mehr als einen neuen Anstrich, um wieder ein attraktiver Arbeitsplatz zu sein. „Es sind 500 m², wir hatten fünf Monate Zeit und ein Budget von fünf Millionen Euro“, berichtet der Architekt von der Ausgangssituation und umreißt damit gleich die beiden großen Herausforderungen: geringes Budget und wenig Zeit.

„Die Proportionen des Gebäudes waren nicht schön. Es war sehr horizontal angelegt. Mit den Segeln haben wir dem Gebäude mehr Vertikalität verliehen. Die Segel sind dabei nach Süden gerichtet und lassen die Sonne in den Turm“, beschreibt Eschalier sein Konzept. Aber dem Pariser Architekten fehlte noch etwas. Und das fehlende Element war das Dach. Dieses wurde bislang nur für die Technik genutzt. Das sollte nun geändert werden. Das Dach sollte ein Platz für die Menschen sein, die in diesem Gebäude arbeiten oder zu Besuch kommen. Das technische Equipment wurde unter einer Holzkonstruktion „versteckt“, und darüber entstand der kupferfarbene Dom aus Prefa Dachrauten 29 × 29. Geboren war eine ansprechende Terrasse mit Blick auf den Eiffelturm. Den Namen „Blackpearl“ haben die Bauherrn dem Projekt gegeben – in Anlehnung an „Pirates of the Caribbean“.

EXTREME UMWELTEINFLÜSSE

Die Wahl des Materials für den Dom fiel auf Prefa, weil das Gebäude eben nicht altern sollte: „Aluminium ist das ideale Material dafür. Die Blackpearl ist hier mitten in Paris extremen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Das galt es zu bedenken“, unterstreicht Eschalier. Zudem kann man das Material gut verarbeiten, für die Rundungen nutzen und anpassen. „Das Material passt sich an wie eine Tierhaut. Das verleiht dem Dom seine besondere Ausstrahlung“, betont der Architekt, der bereits mit 16 Jahren seine Berufung entdeckte. „Ich liebe Kunst, Bildhauerei, Malerei, aber ich kam auch immer gut mit Physik und Mathematik zurecht“, erzählt Vincent Eschalier, der in Frankreich und England aufgewachsen ist. 

Mit 18 Jahren hat Eschalier in einem Architekturbüro in Washington D.C. gearbeitet. Danach musste er sich zwischen Cambridge und Versailles entscheiden. Die Wahl fiel – gegen die britische Eliteschule – auf Frankreich. Er sollte die Entscheidung nie bereuen, denn er lernte die vielen Aspekte der Architektur an der französischen Uni kennen: Geographie, Geologie, Kunst, Architektur selbst. Nach der Ausbildung ging es mit der Karriere rasch steil bergauf: „Ich hatte meinen Traumjob mit 26 Jahren!“ Der Jungarchitekt war für ein französisches Architekturbüro auf der ganzen Welt unterwegs – bis Hongkong und Sydney. Für ihn war es ein prägendes Erlebnis, bereits in so jungen Jahren so viel Verantwortung und so wichtige Kontakte zu haben. Sein Arbeitgeber übersiedelte dann allerdings das Büro nach London. Eschalier wollte in Paris bleiben, machte sich selbstständig und gründete sein eigenes Studio. Sein erster Auftrag als selbstständiger Architekt war eine Kunstgalerie in Paris.

ALTES UND NEUES VERBINDEN

Der Handwerker Philippe Battais und sein 2010 gegründetes Unternehmen „Parisis“ haben den kupferfarbenen Dom am Dach der Blackpearl ebenso wie die Holz-Unterkonstruktion errichtet. Parisis macht „alles, was mit Bau“ zu tun hat – Zimmermann-Arbeiten, Dächer und vor allem viele Dachgeschoßausbauten. Dachgeschoßausbauten in Paris verbinden die historischen Elemente mit der Moderne. „Als Handwerker in Paris muss man beides beherrschen. Man muss viel renovieren, aber es gibt auch neue, zeitgenössische Projekte“, erzählt Battais, der gleichermaßen an historischen Gebäuden wie an Neubauten arbeitet. „Ich mag die Herausforderung, Altes und Neues zu verbinden“, betont Battais.

Die Herausforderungen bei der Blackpearl waren offensichtlich: „Ein großes Projekt und wenig Zeit“, fasst der Chef von Parisis den Auftrag zusammen. Im ersten Schritt wurde die komplexe Unterkonstruktion aus Holz errichtet, um die Technikanlagen auf dem Dach zu „verstecken“. Danach folgte die Verkleidung mit Prefa Dachrauten. Die Blackpearl war nicht Parisis’ erstes Projekt mit Prefa. Die Handwerker hatten bereits bei anderen Objekten in der französischen Hauptstadt mit Aluminium-Produkten aus dem Hause Prefa gearbeitet. „Wir schätzen die Arbeit mit Prefa“, erzählt Battais überzeugt. „Es ist gut zu verarbeiten. Das machte auch die rasche Umsetzung möglich.“

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