Fragen & Antworten zur Photovoltaik-Anlage am Dach: Ökostrom vom Dach einfach erklärt

Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit beim Thema Energie werden immer wichtiger – für Privathaushalte, aber auch für gewerbliche Betriebe. Einerseits, weil der Energiemarkt aufgrund von Krisen immer wieder an Stabilität verliert und andererseits, weil aufgrund des Klimas eine Energiewende weg von fossiler Energie hin zu erneuerbarer Energie, wie Wasserkraft oder Solarenergie, immer unausweichlicher wird.

Gerade bei einem Neubau eines Hauses oder der Sanierung eines Daches ist es einfach einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit zu gehen. Durch den Einsatz einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach kann die benötigte Energie einfach selbst produziert werden – unabhängig von Preissteigerungen oder sonstigen Regulierungen.

Was ist Solarenergie und wie kann man sie nutzen?

Definition: Solarenergie

Sonnenenergie, wie Solarenergie auch genannt wird, ist die Energie der Sonnenstrahlung, die in Form von elektrischem Strom, Wärme oder chemischer Energie von uns Menschen genutzt werden kann.

Die Sonne birgt als einzigartige Energiequelle großes Potenzial. Sie ist umweltfreundlich und versorgungssicher und steht uns außerdem in unbeschränkter Menge und kostenlos zur Verfügung. Die Menge der Sonnenenergie, die jährlich auf die Erde einstrahlt, würde theoretisch das Tausendfache des Weltenergiebedarfs decken.

Wird Solarenergie in elektrischen Strom umgewandelt, geschieht dies durch den sogenannten photoelektrischen Effekt (Photoeffekt). Diese Technik, die bereits seit den 50er-Jahren im Weltall und in der Raumfahrt zum Einsatz kommt, wird mittlerweile auf Dächern, Fassaden und freien Flächen auf der ganzen Welt durch Photovoltaikanlagen genutzt. Sonnenkollektoren, bzw. im Besonderen Solarthermie-Anlagen, wandeln die Sonnenstrahlung in Wärmeenergie für z. B. Heizung oder Warmwasser um.

Warum lohnt sich der Einsatz von Photovoltaik?

Gerade bei Gebäuden mit geringem Heizwärmebedarf, sprich bei Niedrigenergiehäusern, kann die Sonnenenergie besonders effizient genutzt werden. Eine optimale Gebäudeplanung und einfache Einbindung in die Haustechnik machen es möglich.

Versorgungssicherheit & Unabhängigkeit von steigenden Energiekosten

Hausbesitzer möchten sich zunehmend selbst mit Energie versorgen. Eine PV-Anlage macht Sie nicht nur unabhängig von den steigenden Energiepreisen, sondern auch gegenüber Gas- oder Ölimporten aus dem Ausland.

Herausforderungen wie wetterbedingt schwankende Leistungswerte oder temporär erhöhter Verbrauch sind für PV-Anlagen mittlerweile kein Problem mehr. Denn durch den Einsatz von qualitativen Stromspeichern und einem intelligenten Energiemanagement können bis zu 100 Prozent des eigenen privaten Verbrauchs abgedeckt werden. Somit steht Ihnen als Hausbesitzer zu jeder Zeit kostenlose Solarenergie zur Verfügung, obwohl die Sonne gar nicht scheint. Das Ergebnis ist die deutliche Reduktion von Strom- und Energiekosten. Damit Ihre Photovoltaik-Anlage auch bei einem Stromausfall funktioniert, benötigen Sie allerdings eine Insellösung.

Welche Begriffe sind im Zusammenhang mit Photovoltaik relevant?: Was bedeuten die Begriffe kWp, kWh, Wirkungsgrad und Co?

Energie: kWh

Zuerst wird zwischen Energie und Leistung unterschieden: Energie wird in Wh (Wattstunden) angegeben und ist die Energiemenge, die in einer bestimmten Zeit produziert wird. 1 kWh entspricht 1000 Wh.

Leistung: kW & Spitzenleistung: kWp

1 kWh ist die Energiemenge, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 kW in einer Stunde erzeugen kann, in 2 Stunden können also 2 kWh produziert werden. Die Spitzenleistung, also die maximal mögliche Leistung, die unter standardisierten Prüfbedingungen erbracht werden kann, wird in kWp, also Kilowatt-Peak angegeben. Dieser Wert ermöglicht es, verschiedene Photovoltaikanlagen zu vergleichen. Bei Einfamilienhäusern sind Anlagen mit einer Leistung von 5–10 kWp üblich.

Von Watt zu Kilowattstunden

Leistung (Watt) × Zeit (Stunden h) = Energiemenge in Wattstunden (Wh)
geteilt durch 1000 = Energiemenge in Kilowattstunden (kWh)

Wirkungsgrad

Wie effektiv eine Photovoltaik-Anlage arbeitet, sagt der Wirkungsgrad aus, also welchen Anteil der Sonnenenergie kann die PV-Anlage in elektrischen Strom umwandeln. Die Wirkungsgrade haben sich durch laufende Weiterentwicklung der Solarzellen erheblich verbessert und stehen bei etwa 10–20 %, je nachdem, welche Technik zum Einsatz kommt.

Gleichstrom, Wechselstrom & Wechselrichter

Solarzellen wandeln die Sonnenstrahlung in elektrischen Strom um, genau genommen entsteht hier Gleichstrom. Im öffentlichen Stromnetz wird allerdings Wechselstrom übertragen, da dies über mittelgroße Distanzen effizienter ist. Durch den Wechselrichter wird der erzeugte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt. Viele elektronische Geräte sind aber auf Gleichstrom angewiesen, die Umwandlung übernimmt das jeweilige Netzteil des Gerätes.

Aus welchen Elementen besteht eine PV-Anlage?

Die einzelnen Solarzellen werden zu Solarmodulen verbunden. Die Solarmodule zusammen mit weiteren Bauteilen (wie dem Wechselrichter und Leitungen) ergeben die Photovoltaikanlage.

Die Abbildung zeigt, wie die PREFA Solardachplatten verbunden werden

Serielle oder parallele Schaltung

Durch Verschmutzung oder Verschattung kann es vorkommen, dass in einer oder mehrerer Solarzellen kein Strom fließt. Bei einer seriellen Schaltung würde die gesamte Anlage deutlich weniger Strom produzieren und es könnten Überhitzungen oder Defekte am Modul entstehen. Um dies zu verhindern, werden Bypass-Dioden eingebaut. Diese lassen die verschattete Stelle „überspringen“ und es kann weiter Strom produziert werden. Dabei spricht man von einer parallelen Schaltung.

Auch Halbzellenmodule (half-cut) erzielen bei (Teil-)Verschattung einen höheren Ertrag als Standardmodule. Dabei wird die Solarzelle nach der Fertigung in zwei Hälften geteilt. Auf derselben Fläche kann so auch eine höhere Leistung erzielt werden.

Diese beiden Technologien, die parallele Schaltung sowie die Halbzellentechnologie, kommen bei der PREFA Solardachplatte zum Einsatz.

Neben den PV-Modulen besteht eine Photovoltaik-Anlage aus folgenden Komponenten:

  • Solarkabel
  • Unterkonstruktion (entfällt bei Solardachplatte)
  • Generatoranschlusskasten
  • Wechselrichter
  • Stromzähler

Optionales Zubehör:

  • Speicher
  • Auto-Ladestationen (Wall box)
  • Heizstäbe zur Warmwasserbereitung

Welchen Unterschied gibt es zwischen Indach- und Aufdach-Systemen?

Je nach Installationsart können Sie sich als Hausherr für Indach- oder Aufdach-Lösungen entscheiden. Bei Aufdach-Lösungen werden die Solarmodule mithilfe einer entsprechenden Unterkonstruktion auf das bereits bestehende Dach montiert. Bei einem intakten Dach ist dies die sinnvollste Entscheidung. Speziell wenn Sie Ihr Dach neu eindecken möchten oder einen Neubau planen, ist eine gebäudeintegrierte Lösung bzw. sind Indach-Solarmodule die optisch ansprechende und moderne Alternative zu Aufdach-Solar/-Photovoltaik. Hierbei ersetzen die Solarmodule die Dachhaut. Eine Sonderform der Indach-Lösung sind die Solardachplatten (Solarziegel) von PREFA, hier sind die Solarzellen in die Dacheindeckung integriert und eine Durchdringung der Dacheindeckung ist nicht notwendig.

Welche Schwierigkeiten & Herausforderungen lauern bei der Umsetzung einer PV-Anlage?: Wie funktioniert die Planung & Umsetzung Schritt für Schritt?

Nahaufnahme der verlegten PREFA Solardachplatte

Dank professioneller Partner und Markenprodukte Schwierigkeiten vermeiden

Bei der Umsetzung einer Photovoltaikanlage müssen viele Details berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich, nur Professionisten zurate zu ziehen, die ausschließlich mit Produkten von namhaften Markenherstellern arbeiten. Im Vorfeld sollten auf jeden Fall folgende Details abgeklärt werden:

Checkliste: Vor der Installation

  • Dachaufbau und Dachdeckungen: Welche eignen sich für ein Solardach?
  • Dachausrichtung: Habe ich geeignete Dachflächen zur Verfügung und welche Ausrichtung haben sie?
  • Verschattung: Gelangt zu jeder Jahreszeit ausreichend Sonne auf das Dach oder könnten heranwachsende Bäume oder das Nachbarhaus im Frühjahr/Herbst/Winter zu viel Schatten erzeugen?
  • Größe: Welche Anlagengröße ist notwendig, um meinen eigenen Strombedarf zu decken?
  • Statik: Hält meine Dachkonstruktion die zusätzlichen (Wind-)Lasten aus?
  • Förderungen: Gibt es aktuell Förderungen von Bund oder Land?
  • Schneeschutz: Ist auch nach der Installation einer PV-Anlage der vorgeschriebene Schneeschutz gewährleistet?
  • Blitz- und Brandschutz: Ist ausreichend Sicherheit gegeben?
  • Genehmigungen: Ist für meine PV-Anlage eine Genehmigung notwendig?
  • Versorgungssicherheit durch Inselnetz: Wie habe ich auch bei Stromausfall Strom zur Verfügung?
  • Speicher: Nicht immer wird Strom dann produziert, wenn ich ihn brauche. Benötige ich einen Speicher?
  • Versicherung der Anlage: Vor möglichen Schäden können wir uns nicht immer schützen. Daher sollten Sie mit einer Versicherung für den Ernstfall vorsorgen.

Checkliste: Nach der Installation

  • Wird das Dach ausreichend oft gereinigt und gewartet?
  • Laufende Verbrauchsoptimierung durchführen und überprüfen, wann der selbst produzierte Strom noch besser genutzt werden kann.
  • Elektroauto als Speicher nutzen.
  • PV-Anlage erweitern oder Speicher nachrüsten?

Welche Dacharten und Dacheindeckungen eignen sich für ein Solardach?

Hierzulande sind Flachdächer, Schrägdächer (wie Satteldach oder Walmdach) oder Pultdächer am häufigsten anzutreffen. Es gibt für alle Dachkonstruktionen verschiedene technische Möglichkeiten, die Solaranlage zu montieren und optimal zur Sonne auszurichten. Auf Flachdächern oder zu flach geneigten Schrägdächern werden die PV-Module auf Dreiecksstützen befestigt, die sie in die ideale Position bringen. Neben Dachstatik, Bauweise und Dachhaut spielt vor allem die Dachausrichtung eine wichtige Rolle. Eine Neigung von 25 bis 35°, bei einer Ausrichtung nach Süden, stellt sich als die optimale Position heraus.

Welche Dachausrichtung ist die beste für eine PV-Anlage?

Die besten Erträge erhält man bei einer Ausrichtung des Solardaches nach Süden. Aber auch eine Dachfläche, die sich nach Westen oder Osten richtet, kann immer noch gute Erträge erzielen. Sofern sie optimale Bedingungen hinsichtlich Dachneigung und Verschattung zeigt. Vor allem wenn man sich seinen Stromverbrauch über den Tag verteilt ansieht, kann eine Ausrichtung nach Westen oder Osten sinnvoll sein.

Wie lassen sich Verschattungen vermeiden?

Eine gewisse Verschattung lässt sich in den meisten Fällen nicht vermeiden. Diese sollte beim technischen Aufbau der Anlage durch eine entsprechende Schaltung der Module so gut wie möglich ausgeglichen werden (Bypass statt serieller Schaltung, Halbzellentechnologie). Umliegende Bäume, Häuser und andere Dachaufbauten wie Schornsteine, Dachgauben oder Antennen können je nach Tageszeit und Sonnenstand einen Schattenwurf verursachen und den Ertrag vermindern. Um die Verschattung abzuschätzen, sollte ein künftiges Solardach über längere Zeit beobachtet werden. Zusätzlich gibt es verschiedene Messmethoden und Computerprogramme, um eine mögliche Verschattung festzustellen.

Wie groß muss ein Solardach sein?

Die richtige Dimensionierung einer Photovoltaikanlage ist das Um und Auf. Dabei spielen die verfügbare Dachfläche, der gewünschte Ertrag und die Größe bzw. die Anzahl der Module eine Rolle. Damit sich eine auf dem Dach eines Einfamilienhauses installierte PV-Anlage hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Investitionskosten wirklich rentiert, sollte sie mindestens eine Leistung von 4 kWp aufweisen. Je nach Modulart wird dafür ungefähr eine Fläche von 25 m² benötigt. Als ungefähre Faustregel kann man sagen, dass eine Anlage um ein Viertel mehr Strom produzieren soll als im Haushalt verbraucht wird. Um auch künftigen erhöhten Strombedarf abzudecken, lohnt es sich, möglichst die gesamte verfügbare Dachfläche zu nutzen. Der Überschuss wird ins Stromnetz eingespeist oder gespeichert, falls Sie einen Stromspeicher haben.

Dennoch ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie unbedingt notwendig, auch wenn Sie den Strom selbst produzieren, darf er nicht verschwendet werden. Mehr zu Energiespeicher, Eigenverbrauch und Verbrauchsoptimierung nachlesen!

Im ersten Schritt wird die bestückbare Dachfläche berechnet. Entweder man liest die Werte aus dem Bauplan ab oder beauftragt eine Installationsfirma mit der Vermessung. Sobald die Dachfläche bekannt ist, lässt sich die Anzahl der möglichen Module ableiten. Daraus lässt sich die zu erzielende Leistung in Kilowatt-Peak (kWp) errechnen. Eine vierköpfige Familie verbraucht im Durchschnitt 4000 kWh pro Jahr. Hierzulande lassen sich pro kWp zwischen 800 und 950 kWh Strom produzieren.

Zu sehen ist ein Einfamilienhaus eingedeckt mit der PREFA Solardachplatte klein mit Dachplatte R.16 in der Farbe P.10 Dunkelgrau in ländlicher Umgebung.

Wer prüft die Statik des Daches?

Als Bauherr ist man verpflichtet, die Statik des Daches und somit die Eignung für die Installation einer PV-Anlage überprüfen zu lassen. Ein Statiker bzw. Fachmann analysiert vor der Montage, ob die Tragfähigkeit des Daches ausreichend gegeben ist. Die Solarmodule sorgen für zusätzliches Gewicht – bei Schrägdächern liegt es bei bis zu 25 kg/m². Bei der Montage auf einem Flachdach ist die Belastung sogar noch höher. Dazu kommen zusätzliche Wind- und Schneelasten. Gerade beim Altbau ist der Zustand des Daches entscheidend, da die PV-Anlage in der Regel für einen Zeitraum von über 20 Jahren installiert wird. Sanierungsarbeiten am Dach sind während dieser Zeit aufwendiger und kostspieliger, da die Solaranlage zunächst wieder entfernt werden muss. Außerdem ist zu gewährleisten, dass das Dach gut erreichbar ist, sodass Wartungsarbeiten durch Techniker und Facharbeiter möglich sind.

PV und Schneeschutz

Wird der bestehende Schneeschutz (z. B. Schneestopper) von PV- oder Solar-Anlagen überdeckt, können diese logischerweise ihre Funktion nicht mehr erfüllen – der Schnee rutscht vom Dach, kann Gehwege blockieren oder Schäden verursachen. In extremen Fällen kann sogar das dadurch verbliebene und überlastete Schneerückhaltesystem durch die Schneemassen selbst beschädigt werden. Nicht immer können der Schneeschutz und komplett mit Modulen bestückte Dächer unter einen Hut gebracht werden. Im Zweifelsfall hat der Schneeschutz aber Vorrang. Hier stehen entsprechende Fachverarbeiter mit Rat und Tat zur Seite.

Sicherheitstechnik zum Thema Blitz- & Brandschutz

Die Photovoltaik-Anlage wird üblicherweise in den bestehenden Blitzschutz eingebunden. Bei einer blitzstromtragfähigeren Unterkonstruktion können Blitzschutz-Fangstangen kostengünstig direkt auf dieser befestigt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine Beschattung der PV-Anlage durch Blitzfangstangen vermieden wird. Grundsätzlich gilt, je kürzer die Leitungslänge zwischen Modulen und Wechselrichter ist, desto geringer ist der Aufwand für die Sicherheitstechnik. Wenn Gleichstromkabel im Gebäude nicht brandbeständig verlegt werden können, ist ein Feuerwehrschalter vorzusehen.

Ist eine Genehmigung für das Solardach notwendig?

In der Regel können Solardächer ohne Baugenehmigung errichtet werden. Ausnahmen gibt es, wenn das Gebäude in einem Gebiet mit Bebauungsplan oder unter Denkmalschutz steht.

Notstromfunktion und Inselbetrieb

Bei einem Stromausfall produziert auch eine PV-Anlage keinen Strom mehr. Möchten Sie Versorgungssicherheit und sich auch bei einem Stromausfall (temporäre Stromabschaltung oder Blackout) mit Strom versorgen können, benötigen Sie einen Hybridwechselrichter mit Notstromfunktion, der in den “Inselbetrieb” umschaltet und ggf. einen entsprechenden Stromspeicher hat. Nur so kann Ihre Photovoltaik-Anlage auch ohne Netzspannung Strom erzeugen, vorausgesetzt, die Sonne scheint ausreichend. Sprechen Sie am besten einen Experten eines Photovoltaik-Fachbetriebes auf diese Speziallösung, eine sogenannte notstromfähige Photovoltaikanlage, an.

Wie kann ich meinen Eigenverbrauch optimieren?: Stromsparen leicht gemacht

Ziel der Optimierung des Eigenverbrauchs ist es, möglichst viel des produzierten Stroms zur richtigen Zeit zu verbrauchen. Um dies zu erreichen gibt es verschiedene Mittel und Möglichkeiten:

Wärmepumpe 

Eine Wärmepumpe ist in Kombination mit einer PV-Anlage eine umweltfreundliche Möglichkeit Warmwasser herzustellen. So kann überschüssiger Strom in nutzbare Wärme umgewandelt werden. So wird mehr vom produzierten Strom verbraucht und der Strombedarf der Wärmepumpe gedeckt.
 

Stromspeicher 

In der Regel produziert eine Solar-Anlage am Tag mehr Strom, als vom Haushalt verbraucht werden kann. Dieser überschüssige Strom kann für Zeiten an denen wenig oder kein Strom produziert wird gespeichert werden. Somit muss auch in der Nacht kein Strom vom Netz bezogen werden und der Eigenverbrauch wird deutlich erhöht.
 

Cloudspeicher 

Ein Cloud Speicher ist virtuelle Speicher, durch welchen der Eigenverbrauch auf 100% gesteigert werden kann. Strom, welcher nicht gebraucht wird, kann über das Stromnetzt des Anbieters eingespeist werden, wodurch man eine Art Strom-Gutschrift erhält. Diese Gutschrift kann jederzeit für den eingespeisten Betrag aus dem Netz bezogen werden. So kann der produzierte Strom aus dem Sommer auch im Winter benutzt werden.
 

Wallbox E-Mobilität

Mit einer Wallbox können Sie überschüssige Energie in Ihr E-Auto laden. Die Nutzung des eigenen Stroms macht das Laden günstiger sowie umweltfreundlicher als das Laden mit netzbezogenen Strom. Mithilfe eines Stromspeichers kann der Strom auch dann genutzt werden, wenn dieser gerade nicht produziert wird, beispielsweise in der Nacht.
 

Energiemanagementsystem 

Eine intelligente Gerätesteuerung, bzw. ein Energiemanagementsystem steuert diverse Haushaltsgeräte (Geschirrspüler, Waschmaschine etc.) meist voll automatisiert. Diese werden dann benutzt, wenn ausreichend Strom produziert wird, mit dem Ziel, dass möglichst viel vom eigenen Strom genutzt wird. Über das Energiemanagementsystem können auch eine Wärmepumpe oder eine Wall Box eingebaut werden. 
 

Smart Meter

Der Smart Meter misst und überprüft die Stromproduktion der Solaranlage sowie den Stromverbrauch und regelt bei Überproduktion die Einspeisung von Strom ins Netz. Smart Meter sind oftmals fester Bestandteil eines Energiemanagementsystems und ermöglichen es, dass 100% des produzierten Solarstroms genutzt werden können.

Wieviel kostet eine private Solaranlage und lohnt sie sich wirklich?: Wann lohnt sich eine PV-Anlage?

Die Anschaffung und Installation einer Solaranlage ist mit einigen Kosten verbunden. Darum ist es für jeden Hausbesitzer interessant zu wissen, nach welcher Zeit sich diese Kosten amortisiert haben. Hinsichtlich stetig steigender Energiepreise ist eine PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach in den meisten Fällen lohnenswert und wird für viele immer attraktiver. Mithilfe einer Förderung kann sich eine PV-Anlage bereits nach 10 bis 14 Jahren rechnen. Gerade in Zeiten von steigenden Strompreisen stellt es eine sichere und gute Investition dar. Ganz zu schweigen, was es für die Umwelt und die nächsten Generationen bedeutet.

PREFA Solar ist allerdings 2 in 1: Dacheindeckung und Photovoltaik-Anlage in einem, darum ist es anders zu kalkulieren als herkömmiche Aufdachlösungen.

Wie viel kostet ein PREFA Solardach für ein durchschnittliches Einfamilienhaus?

Abhängig von der Größe und Lage kostet ein PREFA Solardach ca. € 3.600/kWp (inkl. Mwst.). Nicht inkludiert sind die Kosten für die Deckung der verbleibenden Dachfläche. Dieser Wert beruht auf Durchschnittswerte, genaue Angaben zum Preis sind auf Basis einer individuellen Planung sowie Angebotslegung durch einen PREFA Verlegepartner möglich.

In den Kosten inkludiert sind Solardachplatten mit Befestigungsmaterial, Generatoranschlusskasten, Wechselrichter sowie Kabelpakete. Auch die Zählpunktanfrage, Montage des Generatoranschlusskastens und des Wechselrichters (inkl. Gleichstromhauptleitung) sowie Abnahme (inkl. Inbetriebnahmeprotokoll) erfolgen durch den Elektropartner und sind ebenfalls Teil des Gesamtpaketes.

Wie berechnet sich die Amortisation?

Man summiert alle Ausgaben, die Jahr für Jahr für die Energieversorgung anfallen, und stellt sie den Kosten und Erlöse der Einspeisevergütung aus der eigenen Photovoltaik-Anlage gegenüber. Hierbei muss man mit Investitionskosten für Anschaffung und Montage, abzüglich Förderungen durch Länder und Kommunen, sowie laufenden Kosten für Wartung, Reparaturen und Versicherung rechnen. Außerdem müssen auch die Zinskosten bei einer allfälligen Finanzierung und die verringerten Stromkosten aufgrund der eigenen Stromproduktion berücksichtigt werden. Nach einigen Jahren übersteigen die Stromkosten, die ohne PV-Anlage anfallen, die Kosten abzüglich der Einnahmen, die man durch Anschaffung und den Betrieb der PV-Anlage hat. Ab diesem Zeitpunkt hat sich die Anlage amortisiert.

Zusätzliche Kosten für einen Stromspeicher

Um an Tagen mit weniger Sonnenstunden, während Verbrauchsspitzen oder auch in der Nacht weniger Strom von externen Energieanbietern zukaufen zu müssen, entscheiden sich immer mehr Eigenheimbesitzer dazu, einen Stromspeicher einzubauen. Die Anschaffungskosten für einen Stromspeicher liegen derzeit zwischen € 500 und € 1.000 pro kWh. Entsprechende Förderungen können die Kosten reduzieren. Beim Einbau eines Speichers verlängert sich der Zeitraum der Amortisation entsprechend.

Laufende Kosten für Wartung, Versicherung und Zähler

Neben den Anschaffungskosten sollten bei der Planung auch die laufenden Betriebskosten berücksichtigt werden. Diese setzen sich aus Wartung und Versicherung zusammen.

Neben einer Haftplicht-Versicherung empfiehlt sich auch eine Allgefahren-Versicherung, diese schützt vor möglichen Vorfällen wie Hagel- oder anderen Unwetterschäden.

Fördermöglichkeiten für PV-Anlagen

In Österreich gibt es eine Vielzahl an Förderprogrammen. Es empfiehlt sich ein Beratungsgespräch bei der Gemeinde, der örtlichen Kammer, beim Verbraucherverband oder beim Versorgungsunternehmen durchzuführen. Die Anträge und Bewilligungen sollten grundsätzlich immer vor der Investition geschehen. Weitere Informationen sind auf folgenden Websites zu finden:

Kann eine PV-Anlage auch nachträglich montiert werden?

Ein PV-System kann auch auf einem bestehenden PREFA Dach nachgerüstet werden. Die Installation des Aufdach-Prinzips mit entsprechender Unterkonstruktion ist in den meisten Fällen kein Problem. Die Montage der Solarhalter erfolgt im Sparren (bei entsprechender Planung auch auf einer 30 mm Holzschalung oder auf Doppelstehfalz). Die Nachrüstung mit Indach-Systemen ist für gewöhnlich schwerer, da sehr viele Systeme am Markt verfügbar sind und jedes auf seine Art speziell einzubauen und auch an die bestehende Dacheindeckung anzubinden ist.

Welche Solarsysteme bietet PREFA an?

PREFA Solarmontagesystem : Unterkonstruktionen für herkömmliche Photovoltaikanlagen

PREFA hat bereits seit vielen Jahren Unterkonstruktionen für herkömmliche Photovoltaikanlagen im Sortiment. Mit dem Solarmontage-Produktsortiment, den Solarhaltern Sunny, Sunny Spezial, Vario, Fix und PREFALZ Vario, wird ein System angeboten, das ideal auf die PREFA Dacheindeckungen abgestimmt ist. Im Vergleich zu vielen anderen Befestigungen für Photovoltaikmodule ist das PREFA System perfekt kompatibel mit PREFA Dachprodukten und schränkt die Funktion und Langlebigkeit der PREFA Dacheindeckung nicht ein. Außerdem ist es aufgrund laufender Weiterentwicklungen stets auf dem neuesten Stand der Technik. Dank unseres Komplettsystems ist für jedes PREFA Dachsystem die richtige Befestigung verfügbar – von Kleinformaten bis hin zu PREFALZ Stehfalzeindeckungen.

Mit dem PREFA Solar Montagesystem PS.13 wurde auf anthrazitfarbenen PREFA Dachplatten eine PV-Anlage installiert

PREFA Solardachplatten mit integrierter Photovoltaikanlage : Die innovative Weltneuheit

Beim PREFA Solardach handelt es sich um eine Aluminium-Dachplatte in bewährter PREFA Qualität mit integrierten Photovoltaikzellen, die fest mit der Grundplatte aus beschichtetem Aluminium verbunden sind. Das Ergebnis ist ein widerstandsfähiges Aluminiumdach mit moderner Solartechnologie in einer homogenen Oberfläche.

PREFA Solardachplatte in kleiner Ausführung kombiniert mit der Dachplatte R.16 in Anthrazit, Kastenrinne und Lärchenholz-Fassade

Moderne Halbzellentechnologie für eine optimierte Leistung

Jede einzelne Solardachplatte ist ein kleines Kraftwerk, das Strom produziert – umweltfreundlich und nachhaltig. Je nach gewünschter Lösung kann der Strom dann direkt verwendet, gespeichert oder ins Stromnetz eingespeist werden. Die PV-Zellen sind monokristallin (mono) und verfügen über eine moderne Halbzellentechnologie (half-cut) für eine maximal optimierte Leistung. Die eigens entwickelten Anschlussdosen sind direkt im PV-Modul integriert und können so ganz einfach vom Spengler/Dachdecker verbunden werden. Außerdem ist durch die Integration der Photovoltaikelemente in der Dachplatte selbst kein zusätzlicher Aufbau bzw. keine Unterkonstruktion auf dem Dach notwendig oder eine Durchdringung der Dachhaut durch Schrauben, Leitungskanäle oder Ähnliches erforderlich.

Widerstandsfähig und sicher

Das PREFA Solardach schützt sicher vor Wind und Wetter. Denn das widerstandsfähige, reflexionsarme Solarglas in Kombination mit der PREFA Dachplatte aus Aluminium hält extremen Wetterereignissen stand. Es ist hagel- und bruchfest, sturm- und rostsicher. Die Solardachplatte wird nach IEC 61215:2016 und IEC 61730 geprüft. Für die PREFA Solardachplatte kommen hochqualitative Einzelkomponenten namhafter Hersteller zum Einsatz, darüber hinaus gibt PREFA 25 Jahre lineare Leistungsgarantie

Gelbes Garantielogo für 25 Jahre Leistungsgarantie der PREFA Solardachplatte

Für die PREFA Solardachplatte kommen hochqualitative Einzelkomponenten namhafter Hersteller zum Einsatz, und das bei 25 Jahren linearer Leistungsgarantie.

Ein zukunftsweisendes Produkt – made in Austria

Die PREFA Solardachplatte ist ein in Österreich entwickeltes und produziertes, zukunftsweisendes Produkt und ist in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die kleine Solardachplatte hat die Maße 700 × 420 mm in verlegter Fläche und bringt eine Leistung von 43 Wp pro Stück. Die große Solardachplatte misst 1.400 × 420 mm in verlegter Fläche und bringt eine Leistung von 100 Wp pro Stück. Um eine Leistung von 5 kWp zu erhalten, sind somit etwa 34 m² von der kleinen und etwa 30 m² von der großen Solardachplatte erforderlich. Trotz der integrierten Solartechnologie wiegen beide Solardachplatten nur je 12,6 kg/m² und werden in den P.10 Farben Anthrazit, Schwarz sowie Dunkelgrau angeboten.

Abgestimmt auf das PREFA Komplettsystem mit 5.000 Produkten

Das PREFA Solardach fügt sich optimal in das bewährte, abgestimmte Komplettsystem ein und ist somit Teil einer hochwertigen Produktpalette mit über 5.000 Produkten. Denn die Solardachplatte zeigt sich zu 100 % kompatibel mit der Dachplatte R.16 und dem Dachpaneel FX.12. Genauso passend ist das umfangreiche Zubehör wie Dachentwässerung, Schneeschutz, Dachsicherheit und sämtliche Einfassungen. 

PREFA bietet professionelle Unterstützung bei jedem Schritt

Ob beim Solarmontagesystem oder bei der neuen PREFA Solardachplatte, mit PREFA gibt es einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert – von der Beratung bis zur Abnahme der fertigen Anlage. PREFA übernimmt nicht nur die Schulung der Verlegepartner, sondern koordiniert auch ausgebildete Elektroinstallationsbetriebe. Das PREFA Angebot beinhaltet neben der technischen Beratung und Auslegung des PREFA Solardaches auch die Installation und Abnahme aller elektrotechnischen Komponenten inklusive Wechselrichter. Zudem gibt es wertvolle Hilfestellungen: Diese reichen von der Planung über rechtliche Fragen und die Unterstützung beim Förderantrag bis hin zu Garantieleistungen.

Planung, Umsetzung, Förderung & Garantiezertifikat: Schritt für Schritt zum neuen PREFA Solardach

1. Schritt: Abklären, ob das Dach geeignet ist

Die PREFA Solardachplatte mag es gerne sonnig, ohne umliegende Schatten, optimal mit einer Ausrichtung nach Süden und einer Dachneigung von 25 bis 30°.

Weitere Infos zum Standort
 

2. Schritt: PREFA Handwerker-Angebot einholen & beauftragen

Holen Sie mit Unterstützung des PREFA Kundenservice ein persönliches Solardach-Angebot bei einem von PREFA geschulten Meisterbetrieb ein. Jetzt unverbindlich beim Handwerker in Ihrer Nähe anfragen.
 

3. Schritt: Förderung sichern

PREFA unterstützt beim Förderantrag: Eine gebäude- bzw. dachintegrierte Anlage (auch BIPV genannt) wie die PREFA Solardachplatte wird eventuell noch höher gefördert. Je nach Förderstelle gibt es unterschiedliche Deadlines für die Einreichung. Informieren Sie sich, ob der Antrag dafür vor Beauftragung oder nach Installation gestellt werden muss!

Infos zu Förderungen und Kontaktstellen
 

4. Schritt: Zählpunkt & Energie-Abnahmevertrag beantragen

Der Elektro-Partnerbetrieb kümmert sich im Rahmen der Beauftragung um die Zählpunktnummer und den Netzzugangsvertrag beim Stromversorger.


5. Schritt: Bauanzeige einbringen

Der Tausch der Dacheindeckung ist im Normalfall nicht bewilligungspflichtig. Es empfiehlt sich dennoch, die Gemeinde zu kontaktieren, denn die Regelungen variieren von Region zu Region.


6. Schritt: Lieferung & Montage

Die PREFA Verlege- und Elektropartner liefern und montieren die Solardachplatten bzw. die Unterkonstruktion mit den PV-Modulen inklusive Befestigungsmaterial und sämtlichem elektrischen Zubehör.


7. Schritt: Elektroinstallation

Nach der Elektromontage erfolgt die Fertigstellungsmeldung bzw. das Inbetriebnahme-Protokoll nach dem Anschluss an das Stromnetz.


8. Schritt: PREFA Solar-Garantiezertifikat

Sobald die PREFA Solardachplatte sowie das restliche Dach gedeckt ist und die Anlage in Betrieb genommen wurde, kann das PREFA Garantiezertifikat online beantragt werden.

Garantiezertifikat beantragen

Fazit

Die Anschaffung einer PV-Anlage bietet eine gute Möglichkeit um in Zukunft unabhängig und sicher Energie zu produziert. Der Einsatz von Solarenergie rechnet sich bezüglich Wirtschaftlichkeit bereits nach 10-14 Jahren. Durch die Optimierung des Eigenverbrauchs des produzierten Stroms sowie die Beanspruchung von Förderungen kann dieser Zeitpunkt noch deutlich schneller erreicht werden. Förderungen können bei der zuständigen Behörde oder örtlichen Kammer beantragt werden. 

Photovoltaikanlagen können als Indach- oder Aufdach- Systeme auf den meisten Dacharten eingebaut werden. Vor der Montage ist wichtig, welche Ausrichtung, Neigung und Verschattung das vorgesehene Dach aufweist. Auch die richtige Größe und Leistung der Photovoltaik-Anlage ist wichtig. Für ein Dach eines Einfamilienhauses sollte eine PV-Anlage mit einer Leistung von mindestens 4kWp angebracht werden. Da der Energiebedarf speziell mit Elektrofahrzeugen in Zukunft ansteigen wird, empfiehlt sich diese Überlegung in die Planung einzubauen.

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach können sie zukunftssicher Ihren eigenen Strom produzieren.