Zusammenfassung:
Mit seiner schimmernden Aluminiumfassade aus dem PREFA Strangpressprofil Welle in der Ausführung Naturblank zieht das Envirocenter der Slowakischen Universität für Landwirtschaft in Nitra die Blicke auf sich. Das Projekt der Architekten Marek Šumichrast+Martin Dulík zeigt eindrucksvoll, wie sich bestehende Bausubstanz und zeitgenössische Architektur zu einem neuen Ganzen verbinden lassen.
Daten & Fakten
Produkt: |
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Farbe: |
Naturblank |
Architektur: |
Marek Šumichrast+Martin Dulík |
Verarbeitung: |
Zinn s.r.o. |
Ort, Land: |
Nitra, Slowakei |
Objektart: |
Umweltlabor der staatlichen Landwirtschaftsuniversität |
Ein neuer Ort für Umweltforschung
Auf dem historischen Campus der Slowakischen Universität für Landwirtschaft (SPU) in Nitra entstand Ende 2024 ein außergewöhnliches Umweltzentrum. Das Envirocenter schafft einen Ort, an dem wissenschaftliche Forschung erlebbar wird und der Austausch zwischen Forschenden, Studierenden und interessierten Besuchern im Mittelpunkt steht.
Herzstück des Gebäudes ist ein modernes Hydrauliklabor, in dem unter anderem Wasserströmungen, Wellenbewegungen, Niederschlag und Sedimenttransport untersucht werden. Strömungskanäle, ein Regensimulator und weitere Forschungsinstrumente machen komplexe Naturphänomene anschaulich. Die Architektur unterstützt diesen Gedanken der Offenheit und verbindet technische Funktionalität mit einer einladenden Atmosphäre.
Bestehendes bewahren, Neues schaffen
Anstatt die bestehenden Gebäude vollständig abzureißen und durch eine einfache Forschungshalle zu ersetzen, entschieden sich die Architekten für einen sensiblen Umgang mit dem Bestand. Teile eines ehemaligen Pumpwerks wurden erhalten und in den Neubau integriert.
Rohe Betonsteine, sichtbare Stahlträger und großzügige Verglasungen prägen die Innenräume. Auch gestalterische Details des früheren Gebäudes wurden aufgegriffen: Das Türkis der einstigen Wandfliesen findet sich heute auf dem Boden und an den Heizkörpern wieder.
So entsteht eine Architektur, die die Geschichte des Ortes respektiert und gleichzeitig neue Perspektiven eröffnet.
Aluminiumfassade als verbindendes Element
Ein besonderes Highlight ist die markante Aluminiumfassade aus PREFA Strangpressprofilen Welle in Naturblank. Die zwei Millimeter starken, stranggepressten Aluminiumprofile umhüllen das Gebäude und verbinden die erhaltenen Teile des Pumpwerks mit dem neuen Vortragsraum zu einer geschwungenen, S-förmigen Einheit.
Durch die verdeckte Verschraubung entsteht ein ruhiges, nahezu durchgängiges Fassadenbild. Je nach Tageszeit, Wetter und Lichteinfall verändert die naturblanke Aluminiumoberfläche ihre Wirkung: Mal erscheint sie technisch und klar, mal lebendig und verspielt.
Die wellenförmige Struktur greift zugleich das zentrale Thema des Forschungszentrums auf – das Wasser. Auf der schimmernden Fassade spiegeln sich die umliegenden Gebäude und die Natur wider. Damit wird die Gebäudehülle zu einem gestalterischen Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Architektur, die Verbindungen schafft
Das Envirocenter ist nicht nur ein neues Forschungsgebäude, sondern auch Teil eines größeren städtebaulichen Konzepts. Durch die Anordnung der Gebäudeteile entstehen neue Wege, Blickbeziehungen und Aufenthaltsbereiche auf dem Universitätscampus.
Besonders der rückwärtige Garten erweitert das Labor um einen naturnahen Außenraum. Eine Wiesenfläche, ein Baum und ein kleiner Hang bieten Platz zum Verweilen und können im Sommer als natürliches Auditorium dienen. Durch eine großflächige Verglasung erhalten Besucher direkte Einblicke in das Hydrauliklabor.
Das Projekt zeigt, wie sich Forschung, Öffentlichkeit und Architektur miteinander verbinden lassen. Die PREFA Strangpressprofilfassade trägt mit ihrer charakteristischen Form und wandelbaren Oberflächenwirkung wesentlich zur eigenständigen Identität des Envirocenters bei.
Weitere Informationen
Material: PREFA Strangpressprofil Welle in Naturblank
Fotocredit: PREFA / Croce & Wir