PREFARENZEN Special Wien:
Rund 50 Gäste aus der Architektur- und Planungsbranche bewegten sich ganz nach Interesse zwischen Aperitivo auf der Dachterrasse, Networking in der Lounge und Fachimpulsen im stylischen Kinosaal. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die Bauwende konkret für die Planungspraxis bedeutet.
Gebäude als Materialspeicher
Andrea Kessler, Mitgründerin der materialnomaden gmbh und der Plattform HarvestMAP eGen zur Vermittlung von ReUse Bauteilen, machte deutlich: re:use ist vor allem eine Denkweise. Gebäude werden bereits während ihrer Nutzung als Materialspeicher betrachtet. Wer Bauteile vor dem Abriss systematisch erfasst und aus dem Kreislauf herauslöst, schafft eine konkrete Ressource für neue Projekte, mit Verantwortung für mehrere Generationen.
Kreislaufwirtschaft als Entwurfsaufgabe
Kai Merkert, Senior Lecturer am Forschungsbereich Hochbau und Entwerfen der TU Wien, zeigte am Beispiel des Grundkurs Hochbau, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert. An realen Wiener Industriegebäuden haben Studierende Konstruktionen analysiert, Bauteile bewertet und digitale Kataloge erstellt. Die PREFA Dachplatte diente dabei als Fallbeispiel und zeigte, wie Aluminium als Material gelebte Kreislaufwirtschaft ermöglicht.
Im Anschluss ging es gemeinsam weiter zur Architect@Work Vienna 2026 in der Wiener Stadthalle, um in die aktuellen Designtrends der Architekturwelt einzutauchen.
© Samuel Ramses Cosmo Buda