Das Weiße Haus von Freistadt
In der idyllischen Stadtgemeinde Freistadt lenkt ein strahlend weißes Haus schon von Weitem die Aufmerksamkeit auf sich: One Shade of White, so der programmatische Projekttitel für das extravagante Einfamilienhaus der oberösterreichischen Architekten Schneider Lengauer Pühringer. Ein Name als Manifest einer preisgekrönten Idee, bei der funktionale Alltagstauglichkeit mit ästhetischem Anspruch eine vollkommene Symbiose eingeht.
Kultur der Architektur
„Architektur darf nicht austauschbar sein. Gerade Alltagstaugliches kann hohes architektonisches Niveau haben“, formulierten die Architekten ihren Leitgedanken für das unkonventionelle Wohnhaus am Rande einer Neubausiedlung. One Shade of White ist als Ausdruck eines Diskurses zu verstehen, wie Architektur im Einfamilienhausbau die Baukultur bereichern kann.
Purismus in Reinweiß
Mit seiner monolithischen Form und monochrom-weißen Fassade vermittelt das auffällige Haus in Ecklage Purismus in geometrischer Perfektion. Zwei Gebäudekörper – eines mit Flachdach, eines mit Steildach – fügen sich L-förmig aneinander und komponieren einen geschützten Innenhof mit überdachter Terrasse. Keine klassischen Dachüberstände, dafür akzentuierte Abschlusskanten an Giebeln, Traufen und Attika. Im Inneren öffnen sich manche Räume bis ins Dach und lassen den Blick durch gezielt gesetzte Fenster in die Ferne schweifen. Das große Gaubenfenster illuminiert die Tiefe der Räume. Geschliffene Betonböden, Holzoberflächen aus heller Weißtanne und weiße Lasuren auf Holz verleihen dem Interieur eine elementare Klarheit und schaffen ein Refugium der Ruhe.
Monochrome Permanenz
„Weniger ist mehr“, wusste schon Mies van der Rohe. Doch hinter scheinbarer Schlichtheit steckt meist konstruktive Komplexität. So ist Farbwertstabilität bei durchgängiger Monochromie die Grundvoraussetzung für die visuelle Beständigkeit des Gebäudes. Daher entschieden sich die Architekten schon früh für eine hinterlüftete PREFALZ Fassade in Reinweiß – raffiniert in Zickzack gefaltet, um dem Haus seine moderne Eleganz zu verleihen.
Blickfang Blechfassade
Eine All-over Metallverkleidung vom Spitzdach über die Gaube bis zur Fassade erfordert besondere Expertise. Die Umsetzung legten Schneider Lengauer Pühringer daher vertrauensvoll in die Hände des versierten Spengler- und Dachdeckerbetriebes Kapl Bau GmbH. „Die gezackte PREFALZ Fassade war stellenweise eine Herausforderung“, so Spengler David Thumfart. Doch herausragende Resultate basieren oft auf unkonventionellen Lösungen. Und so wurde in nur einem Maschinengang mit einem Doppelschwenker Bandblech mehrfach gegengleich gekantet, ohne die widerstandsfähige P.10 Beschichtung zu beschädigen. Auch bei den Dachrändern verließ man gängige Denkmuster: Übliche Attika-Abdeckungen passten nicht ins Konzept. „Gerade das macht solche Projekte spannend – man arbeitet nicht nach Schema F, sondern muss mitdenken“, freute sich Thumfart.
Bilder zum Download
Material: PREFALZ Dach und PREFALZ Fassade, P.10 Reinweiß
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Fotocredit: PREFA / Croce & Wir
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