„Badehaus“ Hotel Hirschen vereint Tradition und Innovation

Schwarzenberg im Herzen des Bregenzerwaldes ist berühmt für seine jahrhundertealte Bautradition und seine denkmalgeschützten Bauernhäuser. Strenge Bauvorschriften schützen den originären Charakter eines der ältesten Orte der Region. Dieser Verantwortung waren sich die Bauherren und Betreiber des Hotels Hirschen Pia und Peter Fetz bewusst, als sie die Vorarlberger Architektinnen von NONA mit der Umsetzung eines neuen Wellness-Badehauses mit Saunen, Ruhebereichen und Außenpool beauftragten. Eine weitsichtige Entscheidung, die 2025 auch mit dem Staatspreis für Architektur in der Kategorie ‚Tourismus und Freizeit‘ belohnt wurde. 

Das moderne „Badehaus“ des Hotel Hirschen in Schwarzenberg an einem sonnigen Tag, eingebettet in die grüne Hügellandschaft des Bregenzerwaldes. Das Gebäude beeindruckt durch sein auffälliges PREFA Stehfalzdach in P.10 Nussbraun mit markantem, schräg verlaufendem Falzmuster und zwei Dachfenstern. Die Fassade besteht aus geschoßhohen, vertikalen Holzlamellen, die Licht, Schatten und Sichtschutz flexibel steuern. Im linken Bildbereich ist der Außenpool mit Liegebereich sichtbar – ein Ort der Ruhe und Erholung. Die Verbindung von hochwertiger Architektur, regionalen Materialien und durchdachter Gestaltung fügt sich harmonisch in die traditionelle Umgebung ein.

Harmonische Trilogie

Ziel der Architektinnen war, die Gebäude-Trilogie des Hotels harmonisch zu vollenden. Als drittes Gebäude sollte das „Badehaus“ mit Tradition, Topografie und Areal stimmig korrespondieren und die Charakteristik des Bregenzerwälderhauses innovativ adaptieren. Wohlwissend um die prominente Sichtbarkeit des Daches im historischen Dorfzentrum entwickelte NONA seine eigene Vision: „Wir wollten unbedingt dieses Dach für das Gebäude“, so Architektin Anja Innauer über ihr Konzept eines 60-Grad-geneigten PREFA Stehfalzdaches mit atypisch verlaufenden Stehfalzen, die teils schräg über die Dachfläche verlaufen. Eine gewagte Idee, die zunächst auf Skepsis stieß. Doch die Architektinnen konnten gemeinsam mit ihren Bauleitern Flatz & Jäger die Bauherren, Anwohner und Handwerker im offenen Dialog von ihrer mutigen Neuinterpretation traditioneller Formensprache begeistern. 

Das neu errichtete „Badehaus“ des Hotel Hirschen in Schwarzenberg bei Tageslicht. Im Vordergrund fällt das markante PREFA Stehfalzdach in P.10 Nussbraun auf, dessen atypisch gesetzte Falze dem Walmdach eine dynamische, moderne Anmutung verleihen. Die Dachneigung von 60 Grad unterstreicht die prägnante Architektur. Die Fassade besteht aus vertikal angeordneten, geschoßhohen Holzlamellen, die Licht und Schatten effektvoll inszenieren und zugleich einen funktionalen Sonnenschutz bieten. Das Zusammenspiel von traditioneller Bauform und innovativer Materialwahl schafft einen spannenden Kontrast zum denkmalgeschützten Bestandsgebäude im Hintergrund, das mit seiner verwitterten Holzfassade typisch für die Region Bregenzerwald ist.

Hommage aus Holz

Auch unter dem ikonischen Walmdach dachte NONA alte Bautraditionen neu: Statt mit den regionaltypischen Holzschindeln des Bregenzerwaldes setzten die Architektinnen die Fassade mit vertikalen, geschoßhohen Holzlamellen optisch in Szene, die über ein mechanisches System per Hand gesteuert werden können. Auch im Inneren des „Badehauses“ auf drei Ebenen dominiert Holz in ästhetischem Minimalismus. Der offen gestaltete Außenbereich mit Pool, ohne Zäune und Hecken, rundet das Gesamtkonzept ab. 

Das „Badehaus“ des Hotel Hirschen in Schwarzenberg in der Dämmerung, mit Blick auf den beleuchteten Außenpool im Vordergrund. Das Gebäude beeindruckt durch sein modernes Walmdach aus PREFALZ in der Farbe P.10 Nussbraun mit präzise ausgeführten, teils schräg verlaufenden Stehfalzen. Zwei Dachfenster sorgen für Tageslicht im Inneren. Die Fassade besteht aus vertikalen, geschoßhohen Holzlamellen, die dem Baukörper Struktur und Leichtigkeit verleihen. Im unteren Bereich dominiert naturbelassenes Holz. Umgeben von gepflegtem Grün und eingebettet in die Hügellandschaft des Bregenzerwaldes entsteht eine harmonische Verbindung aus Architektur, Natur und Erholung.

Unkonventionelle Umsetzung

„Das ‚Badehaus‘ ist so ikonisch für den Ort, so sichtbar, dass sein Dach gar nicht anders als besonders werden konnte“, sagt Michael Sieber, Geschäftsführer der ortsansässigen Spenglerei Peter. Und erinnert sich an die handwerklichen Herausforderungen eines Walmdachs, das statt parallel verlaufender Scharen spitz aufeinander zulaufende Falze bekommen sollte. 

Hierfür teilten und falzten der Dachdecker und sein Team die PREFALZ Scharen diagonal und entschieden sich für eine Abdeckleiste, um unlösbare Knotenpunkte zu vermeiden und die Falze nicht umlegen zu müssen. Auch die Montage am Dach mit seiner steilen 60-Grad-Neigung erforderte unkonventionelle Lösungen: Die Spengler montierten Leitern an die Schalung, um Schritt für Schritt von unten nach oben an den Scharen zu arbeiten.

Das „Badehaus“ des Hotel Hirschen in Schwarzenberg in einem klaren, natürlichen Licht. Im Fokus steht das außergewöhnliche PREFA Stehfalzdach in P.10 Nussbraun mit seiner präzisen Ausführung und den markanten, teils diagonal verlaufenden Stehfalzen. Zwei Dachfenster sorgen für natürliches Licht im Inneren. Die Fassade ist mit geschoßhohen, vertikal angeordneten Holzlamellen gestaltet, die sowohl gestalterisch als auch funktional zur Geltung kommen. Im Vordergrund führen Natursteinplatten durch einen gepflegten Gartenbereich. Umgeben von traditionellen Holzhäusern und sanften Hügeln fügt sich das moderne Gebäude harmonisch in das Ortsbild des Bregenzerwaldes ein.

Bilder zum Download

Material: PREFALZ P.10 Nussbraun

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Fotocredit: PREFA / Croce & Wir