US-HIGH SOCIETY-FLAIR IN DEN TIROLER ALPEN


Was haben die US-amerikanischen Nobelskiorte Aspen und Beaver Creek mit Seefeld gemein? Neben massenhaft Schnee und tollem Après-Ski seit kurzem auch ein architektonisches Juwel im US-Stil. In den Tiroler Alpen wurde im Juni 2013 im alpinen Gelände ein Wohnhaus fertiggestellt, dessen äußere Struktur neben hohen optischen Ansprüchen vor allem den Witterungsbedingungen und Schneemassen standhalten muss. Ermöglicht wurde dies durch das 2012 von der PREFA Aluminiumprodukte GmbH lancierte Fassaden-Paneel FX.12.

„Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“, dachte sich Architekt Stefan Knabel vom Innsbrucker Büro „maaars achitecture“, als er nach erfolgreicher Einreichung aller Genehmigungen ein Monat vor Baubeginn des Wohnhauses in Seefeld stand. Sein Architekturbüro ist Spezialist für Holzbau. Doch kurz vor dem Beginn der Arbeiten entschied sich die in den Vereinigten Staaten lebende Bauherrin gegen das wartungsintensive Holz und für das langlebige, witterungsbeständige, optisch ansprechende und robuste Dach- und Fassadenpaneel FX.12, das erst seit 2012 im PREFA-Produktangebot steht. „Im Zentrum des Projektes stand das Spiel mit dem Stein. Nachdem die Besitzerin vom Werkstoff Holz abgegangen war, begaben wir uns auf die Suche nach einem Material, das den Kontrast hervorhebt und eine Anderswertigkeit aufweist. Durch die professionelle Beratung von PREFA-Projektentwickler Harald Kronthaler, der uns auch mit der Spenglerei Christoph Hangl aus Telfs einen mehr als kompetenten Partner vermittelte, fanden wir das perfekte Material und es lief alles wie am Schnürchen“, fügt Knabel hinzu.

minus 20 Grad – kein Hindernis für PREFA

Im November 2012 wurde schließlich mit der Verlegung der 280m2 großen Dach- und der 320m2 großen Fassadenfläche mit den Fassadenpaneelen begonnen. Ebenso wurden die Einfahrts-, Garagen- und Gartentore mit FX.12, das in Sandbraun gehalten wurde, eingekleidet. „Die großen Herausforderungen waren schließlich: Wie präzise verarbeitet der Spengler bei tiefwinterlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad die Materialien? Den Arbeitern kam es vor wie im Tiefkühlschrank, aber für unsere Produkte war dies kein Problem“, sagt der PREFA-Projektentwickler Kronthaler. Planen aus Plastik deckten die Baustelle ab und Heizkanonen wurden aufgestellt. Innerhalb von nur acht Wochen war die meiste Arbeit getan. Im Frühjahr folgten nur noch kleinere Adaptierungen an den Fenstereinfassungen und Dachrinnen.

PREFA-Know-How im Gebirge

Eine der Besonderheiten an der Dach- und Fassadenkonstruktion stellt auch die unauffällige Dachrinnenintegration dar. „Wir haben uns zudem für den neuen Schneerechen des FX.12-Paneels entschieden. Dieser macht sich gerade in dieser exponierten Lage bei einer Seehöhe von über 1.000 Metern mit Schneemassen von bis zu zwei Metern und mehr bezahlt“, ergänzt Kronthaler. Zudem spielten bei der Wahl der Materialien die extremen Temperaturschwankungen – Seefeld ist einer der kältesten Orte Tirols – eine entscheidende Rolle. „Unsere Produkte bewähren sich seit vielen Jahren im alpinen Gelände. Wir haben mittlerweile viele hochalpine Schutz- und Almhütten eingekleidet. Darunter auch die höchstgelegene in Österreich: die Erzherzog-Johann-Hütte“, sagt der PREFA-Spezialist.

Licht-Schatten-Effekte in den Alpen

Ausschlaggebend für die Wahl des FX.12-Paneels war für die Bauherrin auch die Optik. Im Zuge des monolithischen Erscheinungsbildes des Wohnhauses mit seinen lichtdurchfluteten und offenen Räumlichkeiten, einem eigenen Wellnessbereich und einer gut sechs Meter hohen Wohnlounge überzeugte sie die „Lebendige Fassade“. „Das Erscheinungsbild wechselt von morgens bis abends. Möglich werden dieser Licht-Schatten-Effekt und das futuristisch anmutende Oberflächendesign durch die Längs- und Querkantungen in den unterschiedlichen Formatgrößen. Es entsteht ein asymmetrischer Look, der jedem Gebäude eine zusätzliche Optik verleiht“, beschreibt PREFA-Fachberater Manfred Ossanna. Bei der Farbwahl entschied sich die Bauherrin auf Sandbraun, das sich perfekt in die traumhafte Umgebung sowie das monolithische Erscheinungsbild des Gebäudes anpasst. „Insgesamt sieben Naturfarben zählen neben Sandbraun zur neuen P.10-Farbpalette. Diese innovative Oberflächenbeschichtung macht das Aluminium noch zuverlässiger und schützt die Dächer und Fassaden noch besser gegen UV-Strahlung und andere Umwelteinflüsse“, ergänzt Ossanna.

Warmer Naturmantel im kalten Tirol

Der alpine Baustil des Wohnhauses, der sich perfekt in die Landschaft mit Blick über einen Golfplatz hinweg einfügt, überzeugt. „Wir haben bei der Umsetzung den Spagat zwischen einer Rauheit der Umgebung und zugleich Offenheit bei der Gestaltung geschafft“, sagt der Salzburger Architekt Knabel. Und ein weiterer wichtiger Nebeneffekt in den kalten Bergen: Durch den hinterlüfteten Dach- und Fassadenaufbau mit dem FX.12-Paneel entsteht ein perfekter Austausch zwischen Wärme und Kälte – eine perfekte Isolierung der natürlichen Art, die für optimales Raumklima sorgt. Nach der Betonwand wurde eine 20 Zentimeter dicke Wärmedämmung aus Mineralwolle angebracht, danach das Windpapier und schließlich folgte die 5 Zentimeter dicke Lattung. Dabei handelt es sich um einen Luftschacht, damit das Kondensat aus der Nässe nicht in die Wärmedämmung gelangt. Nach der Lattung wurde die 24 Millimeter dicke Vollschalung befestigt, auf der schließlich das FX.12-Paneel.

Architekten-Empfehlung:

„Das Wohnhaus in Seefeld ist eines der ersten in Tirol, dessen Dach- und Fassade vollständig mit dem PREFA-Produkt FX.12 eingekleidet wurde. Das Material passt sich mit seinem Sandbraun perfekt der Steinoptik an und die langlebigen, robusten und witterungsbeständigen Fähigkeiten haben uns überzeugt. Zudem gibt es kaum Materialien, die bei solchen Temperaturen im Winter verlegt werden können.“

Stefan Knabel und Andreas Hausbacher, maaars architecture

Factbox:

Ort: Tiroler Oberland/Seefelder Plateau
Objekt: Einfamilienhaus
Errichtung: März 2012 bis Juni 2013
Fläche: Dachfläche ca. 280m², Fassade ca. 320m²
Architekt: maaars architecture, Innsbruck
Spengler: Spenglerei HANGL Christoph, Telfs

 

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